Navigation überspringen Sitemap anzeigen

Zustandsorientierte Prüfung (ZOP) von Windenergieanlagen

Mit der Prüfung zur zustandsorientierten Instandhaltung wird der technische Zustand einer Windenergieanlage als Momentaufnahme festgestellt und dokumentiert. Darüber hinaus werden Initialschäden erkannt und benannt. Durch die Früherkennung von Schäden können Folgeschäden frühzeitig identifiziert bzw. vermieden werden.

Die zustandsorientierte Prüfung wird von Betreibern häufig beauftragt, um eine Windenergieanlage nicht nur hinsichtlich der Standsicherheit zu prüfen, sondern auch um den Zustand und die Funktion der Hauptkomponenten zu beurteilen. Oft wird diese technische Untersuchung im Rahmen einer Maschinenbruchversicherung oder Betriebsunterbrechnungsversicherung als Auflage formuliert.

Wann wird eine zustandsorientierte Prüfung durchgeführt?

Die Untersuchung wird in Intervallen von jeweils 1 bis 2 Jahren durchgeführt. Darüber hinaus wird eine zustandsorientierte Prüfung häufig bei Vertragswechsel oder Vertragsende beauftragt, um Mängel und Verantwortlichkeiten zu klären. So sollte zum Beispiel vor Ablauf der Gewährleistung oder dem Austritt aus einem Vollwartungsvertrag des Anlagenherstellers die Anlage einer Inspektion unterzogen werden, um die letzte Chance eventueller Gewährleistungsansprüche nutzen zu können.

Auch um die Anlage nach dem Austritt aus einem Vollwartungsvertrag zu versichern, wird häufig eine ZOP vom Versicherungsunternehmen gefordert. Darüber hinaus wird eine zustandsorientierte Prüfung auch von Banken für Anschlussfinanzierungen benötigt.

Welche Anforderungen werden an eine ZOP gestellt?

Die ZOP stellt den Verschleißgrad und den Zustand der Komponenten einer Windenergieanlage fest. Hierfür ist die Anwendung von analytischen Verfahren notwendig. Neben dem Stand der Technik gibt es Mindestanforderungen, die in einem weiteren Grundsatzpapier des Sachverständigen-Beirates des BWE (Bundesverband WindEnergie e. V.) formuliert sind. Siehe auch: Grundsätze für die zustandsorientierte Instandhaltung von Windenergieanlagen, Stand 21.09.07 (wind-energie.de). So erfordern Prüfungen am Triebstrang der Maschine mindestens den Einsatz einer Videoendoskopie oder einer Schwingungsanalyse inklusive Auswertung.

Sie als Betreiber erhalten eine Analyse der Einzelkomponenten hinsichtlich möglicher Schadensbilder und der zu erwartenden Ausfallwahrscheinlichkeit. Um Mängel zu benennen, prüfen wir als unabhängige Sachverständige darüber hinaus die Wartungsdokumentation und Aufzeichnungen vor dem Hintergrund der Wartungsanforderungen des Wartungspflichtenheftes und der guten fachlichen Praxis.

Sie haben weitere Fragen zur zustandsorientierten Prüfung? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu unserem Sachverständigenbüro in Wunstorf auf!

Zum Seitenanfang